Mumpreneur

Ein Hintern – 5 Hochzeiten – wie das gut geht

Ich habe mich schon lange nicht mehr mit einem Blogpost bei euch gemeldet und dafür möchte ich mich ganz herzlich entschuldigen – ich gelobe Besserung für 2019. Doch ihr seid nicht die einzigen, denen ich das verspreche. Ich bitte also um Nachsicht.

Dezember 2018 war für mich ein sehr stürmischer Monat. Es begann schon Ende November, als sich ein Klient aus Österreich nach drei Jahren wieder bei mir gemeldet hatte. Ein riesiges Projekt, bei dem er an mich gedacht hat. Und weil ich ja nicht nein sagen kann…

Außerdem wurde mir ein Vollzeitstelle ab Jänner angeboten. Ich musste also abwägen, ob ich mich im Jahr 2019 wieder in ein Angestelltenverhältnis und das auch noch Vollzeit begeben will. Die Nachricht, dass ich das Projekt für den Klienten und den Job ab 2019 bekommen habe, habe ich innerhalb von 10 Minuten bekommen. Nur damit ihr euch vorstellen könnt, was hier so abgeht.

Den Job habe ich schweren Herzens abgelehnt, aber das Projekt am 5. Jänner abgeschlossen. Ich habe auch eine weitere Zusammenarbeit in Aussicht gestellt. Mal sehen, wie es da weitergeht.

2019 soll ja das Karrierejahr werden. Merkur regiert die nächsten 12 Monate und er ist für seinen beruflichen Erfolg bekannt. Für mich heißt das: Öffne deine Arme und dir fliegt der Erfolg nur so zu. Denn ich bin Schütze und somit ist mein Planet der Jupiter. Und was soll ich euch sagen? Jupiter und Merkur sind die besten Freunde. Der eine macht nichts ohne den anderen. Ich bin also auf Erfolgskurs. Und das merke ich auch.

Heute früh habe ich meine Tochter zur Nursery gebracht. Wegen einer Umleitung war ich gleich einmal über eine Stunde unterwegs. Doch dann habe ich endlich angefangen meine Radioshow zu moderieren. Davor musste ich aber mal planen, was ich “on air” überhaupt sagen will. Ich habe mir das Thema “Networking” überlegt und suchte im Internet Networking Events. Hier konnte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn ich stellte meine Radioshow zusammen, während ich meine nächsten Ringana Aktivitäten plane. Also hätte ich, wenn ich nicht gemerkt hätte, dass die meisten Networking Events dann sind, wenn ich meine Radioshow moderiere. AAAHHHHHHH!

Wer in meine allererste BusinessDay Show reinhören will, kann dies hier tun. Danach hatte ich auch endlich Zeit, mich mit der Leiterin über den weiteren Fahrplan zu unterhalten. Ich soll ab sofort jeden Montag um 11 Uhr meine BusinessDay Show moderieren und darf das gesamte Programm und die Gäste selbst zusammenstellen. Klingt ja, alles gut, aber

“Äh, ich wäre aber von 20.-27. im Urlaub.” Liz blieb entspannt. “Das macht nichts! Solange du am 4. Februar da bist. Da haben wir Open Week und es ist sehr wichtig, dass wir so viele Live Shows wie möglich haben.” – “Kein Problem, da bin ich sicher da!”

Während ich bei RedShift also meine Schicht ablegte, verpasste ich einen Anruf von einer Ringana Kollegin. Ich rief sie zurück.

“Na wie geht’s dir denn? Du, ich wollte dir nur sagen, dass wir ein Start Up in Manchester machen.” – ‘Bitte sag nicht irgendwas zwischen 20.-27. und auch keine Montage, bitte bitte bitte!’ bettelte ich in meinem Kopf.

“Das wird am 31. Jänner sein” phew, noch einmal Glück gehabt. “Klar, bin dabei! Freu mich schon!”

Zurück zu Hause angekommen, las ich ein paar meiner Blogartikel Korrektur, die in den nächsten Wochen bei meinem Klienten online gehen werden, zeitgleich schickte ich ein paar Nachrichten an Bekannte, die vielleicht gerne Gäste in meiner Radiosendung wären. Danach war es auch schon Zeit meine Tochter von der Nursery abzuholen.

Während wir bei Aldi einkaufen waren, rief mein britischer Klient an. “Na, wieder verfügbar für uns?”  fragte er mich auch noch ganz keck. Wenn der wüsste…

“Wir würden dich gerne zur ISPO nach München schicken. Passt das noch für dich?” – “Ja klar, hab ich die letzten Monate frei gehalten. Kann ich machen … Äh, wann war die nochmal?” – ‘Bitte sag nicht 20.-27. Jänner oder 31. Jänner oder irgendeinen Montag!’ bettelte ich wieder im Kopf.

“3. bis 6. Februar. Du fliegst am besten schon am 2. damit du in der Messehalle alles aufbauen kannst.”

SHIIIIIIIIII……

“Ja, na passt. Mach ich! Freu mich schon drauf!” – “Toll, schön dich wieder an Board zu haben. Hast uns gefehlt. Kannst du vor der ISPO mal in die Midlands kommen, damit du dir die neuen Produkte anschauen kannst?” – “Klar! Mach ich gern … nur nicht zwischen 20.-27. … schifahren und so…” – “Na dann komm doch gleich nächste Woche.” – “Sicher! Nur nicht Montag…”

Ihr merkt, worauf ich hinaus will…

Während ich das Abendessen kochte, schrieb ich weiter mit meinem britischen Klienten über mögliche Flugdaten und Unterkunftsoptionen. Meine Tochter sprang währenddessen auf und ab “Will Müsli essen! Will Schokolade! Will …” Dann ging der hypersensible Feuermelder los (wie immer wenn ich etwas frittiere!) und plötzlich wollte sie nur noch gehalten werden.

Am Abend hatte ich dann einen kleinen Nervenzusammenbruch. “Ich habe heute kein einziges Mal was in den Kalender eingetragen, wo nicht schon was stand. Ich weiß echt nicht mehr, wie ich das alles unter einen Hut bekommen soll.” Hubby blieb ganz ruhig. “Das hast du alles heute auf die Beine gestellt und trotzdem noch so ein Abendessen gezaubert”, stellte er fest und deutete auf seinen leeren Teller, von dem er gerade eine gebackene Hühnerbrust mit Kartoffelsalat verputzt hatte. Ich nickte nur stumm und ließ das Szenario in der Küche eine Stunde zuvor noch einmal Revue passieren. Dann war er auch schon aus der Tür. Denn er geht heute Abend Blut spenden. Ist ja nicht so, als hätte ich noch was zu tun…

Ich hätte heute auch meinen ersten Arbeitstag in Stockport haben können. Ein Vollzeit-Angestelltenverhältnis mit geregelten Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch usw. Doch keine Freiheit, keine Abwechslung, keine Individualität. Auch wenn ich heute nicht weiß, wie ich die nächsten Wochen zeitlich überleben soll, es sind die Früchte meiner Bemühungen. Ich habe mir das aufgebaut. Ich bin mein eigener Herr. Niemand sagt mir, wann ich arbeiten muss.

Ich liebe die Tatsache, dass ich vier verschiedene Jobs habe. Sie halten meine Gehirnzellen am Laufen und es wird nicht langweilig. Vermutlich werde ich mich mit meiner Ringana Partnerin in München treffen, wenn ich wegen der ISPO sowieso dort bin. Ich versuche immer, so viele Dinge wie möglich in einem Aufwasch zu erledigen. Ich treffe meine eigenen Entscheidungen und lebe mein Leben für mich und niemand anderen. Und ich habe mich noch nie so erfüllt gefühlt wie in den letzten Wochen (kein Wunder bei vier verschiedenen Tätigkeiten). Tief in meinem Herzen weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Zwar ist der Erfolg nicht so schnell da, als würde ich eine Aufgabe nach der anderen angehen, aber hey, ich mach es nicht für den Erfolg – ich mach es für mich. Und solange mir mein Weg Spaß macht, bin ich mit dem Erfolg zufrieden.

Und falls sich jetzt jemand findet, der Liz sagt, dass ich am 4. Februar doch keine BusinessDay Show machen kann, wäre ich euch echt super dankbar! 😛

 

 

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